Bausubstanz vor Ort
Was in Braunschweig typisch ist: und worauf ich achte
Braunschweig wurde 1944 schwer zerstört und in den Nachkriegsjahren wieder aufgebaut, behielt aber die Gründerzeit-Ringgebiete und bekam große Nachkriegssiedlungen. Diese Schichten bestimmen, worauf es bei einer Begutachtung ankommt.
Gründerzeit in den Ringgebieten
Das Östliche und Westliche Ringgebiet sind beliebte, dicht bebaute Gründerzeitquartiere. Themen sind aufsteigende Feuchte, Holzbalkendecken, Stuckfassaden, überalterte Fenster und nachträglich gedämmte Außenwände mit Tauwasserrisiko, gerade beim Kauf einer aufgeteilten Altbauwohnung.
Wiederaufbau und Traditionsinseln
In der Innenstadt prägt der Wiederaufbau der 1950er Jahre das Bild, ergänzt um die rekonstruierten Traditionsinseln. Bei dieser Substanz sind Betonskelette, überalterte Flachdächer und Abdichtungen sowie Haustechnik am Ende ihrer Nutzungsdauer die relevanten Punkte.
Nachkriegs-Großsiedlungen und Neubau
In der Weststadt und ähnlichen Quartieren der 1960er/70er stehen Beton-Großtafelbauten mit Wärmebrücken, Sanierungsstau und typischen Fragen des Gemeinschaftseigentums. Am Stadtrand, etwa in Kanzlerfeld und Rautheim, kommt Neubau hinzu, wo Ausführungsqualität und Abnahme im Vordergrund stehen. Die Oker-Niederung bringt stellenweise hohes Grundwasser mit.